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Zahnbürsten im Test 2018 – Von der Handzahnbürste bis zur elektrischen Zahnbürste

 

Das Zähneputzen gehört zur täglichen Routine und schützt Zähne sowie Zahnfleisch bei richtiger Anwendung vor Karies und anderen Erkrankungen in der Mundgegend. Heutzutage ist die Auswahl an Zahnbürsten groß – von Handzahnbürsten, über die elektrische und Schallzahnbürste. Auf was man beim Putzen achten muss, wann die Bürste gewechselt werden sollte, welche Arten es gibt und was Zahnbürsten-Tests herausgefunden haben, erfährt man hier.

 

Zähne putzen leicht gemacht

Lächeldes Gesicht

Da sich im Laufe des Tages viele Bakterien im Mund bilden und diese die Zähne und den Zahnschmelz angreifen, sollte man nicht nur auf die richtigen Utensilien achten, sondern auch wissen wie man damit umgeht und wann man was verwendet.

 

Bürste

Welche Bürste geeignet ist hängt von der Empfindlichkeit der Zähne und des Zahnfleisches ab. Manche brauchen eine Weiche, da sie leicht zu bluten beginnen, andere wiederum können mit einer härteren Bürste besser putzen. Für alle, die keines der beiden genannten Härtegrade brauchen, gibt es auch Modelle mit mittlerer Borstenhärte. Der Zahnarzt des Vertrauens berät sicher gerne und hilft das richtige „Werkzeug“ zu finden. Welche Vor- und Nachteile die Zahnbürstenarten haben, gibt es unten weiter. Um einen besseren Halt zu haben empfiehlt es sich aber einen gummierten Griff zu nehmen. Außerdem sollte der Bürstenkopf klein genug zu sein, um alle Flächen zu erreichen.

Zahnpasta

Bei der Wahl der richtigen Pasta ist darauf zu achten, dass sie Fluorid enthält, da dieses natürliche Spurenelement den Zahnschmelz schützt und somit Karies vorbeugt. Für Kinder gibt es eigene Zahnpasten, welche nicht so scharf sind. Wer an empfindlichen Zähnen leidet, der kann sich eine spezielle Pasta kaufen, die den Zahn zusätzlich schützt – auch hier sollte man vorher mit seinem Zahnarzt sprechen.

Zahnseide, Zwischenraumreiniger und Mundspülung

Experten empfehlen zudem regelmäßig Zahnseide zu verwenden, da auch zwischen den Zähnen Essensreste hängen bleiben könnten, die beim einfachen Zähneputzen nicht verschwinden. Darauf zu achten ist, dass die Zahnseide mit einer Wachsschicht überzogen ist und bei der Reinigung ist sanft vorzugehen, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen.

Zahnzwischenraumbürsten eignen sich besonders für diejenigen, die zwischen den Zähnen mehr Platz haben und funktionieren vom Prinzip her gleich wie Flaschenbürsten. Sie sind speziell für die Reinigung von festsitzendem Zahnersatz, kieferorthopädischen Geräten sowie Implantaten geeignet und es gibt sie in verschiedenen Stärken, Größen und Formen.

Viele elektrische Bürsten haben eine Munddusche dabei, die das Gröbste aus den Zwischenräumen entfernen. Hier kann man Mundspülung, für eine zusätzliche Reinigung, hinzufügen. Diese sorgt zudem für frischen Atem und kann auch ohne eine Munddusche die Reste entfernen, wenn man eine Kappe mit warmem Wasser vermischt und anschließend für rund 30 Sekunden gurgelt.

 

Zuckerfreie Kaugummis

Natürlich ist dies keine Alternative zum Putzen, kann aber unterwegs eine gute Ergänzung sein, um den gröbsten „Schmutz“ von den Zähnen zu entfernen. Wichtig ist darauf zu achten, dass diese zuckerfrei sind, da Zucker ja bekanntlicherweise den Zahnschmelz angreift.

 

Die richtige Zahnputztechnik

 

Zwei Mal täglich – einmal morgens nach dem Frühstück und am Abend vor dem Schlafengehen sollte die Reinigung der Zähne erfolgen.

Beginnend bei den Kauflächen wird die Bürste sowohl auf der oberen als auch der unteren Zahnreihe horizontal hin- und her bewegt. Danach schließt man die Zahnreihen und reinigt die Außenflächen, indem man kreisend über die Zähne bürstet. Man arbeitet sich von den Backenzähnen in Richtung der Schneidezähne vor. Abschließend werden die Innenflächen mit kleinen Dreh- oder Auswischbewegungen vom Zahnfleisch in Richtung Zähne bewegt. Die Schneidezähne innen mit senkrechten Bewegungen putzen – ebenfalls mit kreisenden Bewegungen.

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen ist es wichtig mindestens drei Minuten lang mit leichtem Druck zu putzen. Wer einen stärkeren Druck ausübt, putzt die Zähne nicht besser, sondern beschädigt nur unnötig das Zahnfleisch. Dies kann zu einem Zahnfleischrückgang führen und in weiterer Folge zu empfindlichen Zähnen.

Ist man fertig, wäscht man die Bürste unter fließendem, lauwarmem Wasser ab und stellt sie zum Trocknen in einen Becher – mit dem Kopf nach oben. Es empfiehlt sich diese alle zwei bis drei Monate zu wechseln – Interdentalbürsten schon nach zwei Wochen.

Der Aberglaube, dass man nach dem Verzehr von Obst und säurehaltigen Lebensmitteln Zähne putzen sollte, stimmt nicht – zwei Mal täglich reicht vollkommen aus.

Oral-B CrossAction

Worin unterscheiden sich die Zahnbürsten?

 

Wie schon erwähnt gibt es Handzahnbürsten, bei der man die kreisenden Bewegungen noch manuell machen muss, elektrische Bürsten, die das von alleine machen und Schallzahnbürsten – für eine sanfte Reinigung.

 Philips Sonicare HX9002/07 lachende FrauHandzahnbürste

Egal ob mit Massagenoppen, Zungenreinigern, aerodynamischen Griffen oder Borsten mit unterschiedlichen Längen – all diese Merkmale tragen meist nicht zu einem besseren Putzergebnis bei. Wichtig bei der Wahl der richtigen Handzahnbürste ist die Beschaffenheit der Borsten. Beim Kauf ist darauf zu achten, ob die Borsten abgerundet, poliert oder weich sind, ob es sich dabei um Natur- oder Nylonborsten handelt und wie handlich die Bürste ist. Preislich gibt es einige Unterschiede, je nachdem welche (meist unnötigen) Zusätze angeboten werden.

Vor -und Nachteile

VorteileNachteile

  • preiswert
  • einfacher zu verstauen und transportieren – zum Beispiel für den Urlaub
  • viele unterschiedliche Modelle und Farben sowie Härtegrad und Größe der Borsten

  • manuell, kreisende Bewegungen
  • nicht ganz gründlich – kommen schwerer in die Zwischenräume
  • Naturhaarborsten haben Hohlräume und keine glatte Oberfläche – Bakterien und Pilze können sich hier viel besser ansetzen

 

 

Elektrische rotierende Bürste

Egal ob eine einzelne Bürsten oder Kombipakete, die eine Munddusche enthalten, die elektrischen Zahnbürsten sind bei der Modell- und Farbauswahl denen der Handzahnbürsten kaum noch nach. Immer mehr Hersteller bieten sie an und stets werden sie verbessert und weiterentwickelt.
Auch hier sollten die Bürstenköpfe alle zwei Monate ausgetauscht werden. Wer sich vor dem Kauf erkundigt, was diese kosten, kann auch hier noch einiges an Geld sparen.

Vor -und Nachteile

VorteileNachteile

  • gründlichere Reinigung
  • mehr Komfort beim Putzen
  • Kombipakete mit praktischer Munddusche – für eine zusätzliche Reinigung der Zahnzwischenräume
  • Aufhellungsmodus (bei teureren Modellen)
  • Andruckkontrolle bei zu starkem Druck
  • Timer
  • Desinfektionsstation für die optimale Reinigung der Bürste
  • lange Akkulaufzeit (bei teureren Modellen)

  • kostenintensiv
  • kurze Akkulaufzeit (bei billigen Modellen)
  • wenige Stufen und Einstellungsmöglichkeiten (bei billigen Modellen)

Fairywill Waterproof

Schall- und Ultraschallzahnbürste

Bei der Schallzahnbürste handelt es sich auch um eine elektrische Bürste, bei der Schwingungen für beste Sauberkeit sorgen und das Zahnfleisch sowie die Zähne dank der sanften Reinigung schonen. Diese sind aber bei der Anschaffung etwas teurer und die Technologie gibt es noch nicht so lange, weswegen die Auswahl an Modellen noch nicht allzu groß ist.

Die Ultraschallzahnbürste verspricht dank der höheren Frequenz mit über eine Million Schwingungen noch mehr Sauberkeit. Aufgrund dieser Eigenschaft scheint es so als würden sich die Borsten überhaupt nicht mehr bewegen, was am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

Beide Arten kosten zwar um einiges mehr, schließen bei den Tests aber besser ab und sorgen für strahlend weiße und glatte Zähne bei einer sanften Reinigung.

Modelle

Unzählige Zahnbürsten-Tests haben einige Modelle und deren Vor- bzw. Nachteile unter deren Lupe genommen. Nachfolgend werden einige davon erklärt:

Rotationsbürtse Oral-B Genius 9000

Mit 8800 Rotationen, sechs Putzmodi und einer Akkulaufzeit von 12 Tagen wird diese elektrische Zahnbürste mit „Exzellent“ bewertet. Die Kombination auf bester Reinigungsleistung und optimalem Putzkomfort sprechen für dieses Modell. Erhältlich ist sie in weiß und schwarz und online für rund 130,- zu haben. Passend dazu gibt es ein Premium Lade-Reise-Etui und drei Aufsteckbürsten.

Rotationsbürstenset Oral-B Pro 6500

Für Paare eignet sich dieses Set mit zwei Handstücken, welches man online für knapp 150,- bekommt und mit „Ausgezeichnet“ bewertet wird. Mit ebenfalls 8800 Rotationen, fünf Modi und einer Akkulaufzeit von zehn Tagen überzeugt dieses Modell. Der Aufhellungsmodus bei dunklen Flecken und eine sensitive Stufe für sensible Zähne sowie der Komfort runden das Angebot ab.

Schallzahnbürste Panasonic EW-DE92

Die 31000 Schwingungen und Ionen-Technologie sorgen für ein gründliches und bequemes Reinigen der Zähne. Der Li-Ion-Akku hält rund 20 Tage und insgesamt vier Modi-Einstellungen können genutzt werden. Für rund 140,- bekommt man diese einzigartige Bürste nach Hause.

Schallzahnbürste Sonicare FlexCare Platinum

Laut Stiftung Warentest gilt dieses Modell als der Testsieger der Schallzahnbürsten und wird mit „Ausgezeichnet“ bewertet. Mit 62000 Schwingungen, drei Modi in drei Stärken und einer Akkulaufzeit von 20 Tagen ist es die Bürste der Königsklasse. Die Desinfektionsfunktion sorgt für optimale Sauberkeit an der Bürste selbst und die sanfte Reinigung schont Zähne und Zahnfleisch. Online schon für 120,- erhältlich stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis, verhindert unnötige Zahnarztbesuche und sorgt für ein strahlend weißes Lächeln.

 

Fazit

Bevor man sich eine Zahnbürste zulegt, sollte man sich gut überlegen, was man genau braucht und wie viel man ausgeben möchte. Wer sich für eine einfach Handzahnbürste entscheidet, der muss diese noch manuell kreisend über die Zähne putzen und damit rechnen, dass diese nicht so sauber, wie mit einer elektrischen Bürste werden.

Bei einer Schallzahnbürste erreicht man durch schonende Reinigung Top-Ergebnisse, muss aber etwas tiefer in die Tasche greifen. Wer zusätzliche Features, wie die Reinigungsmodi für polierte und aufgehellte Zähne oder eine Andruckkontrolle haben möchte, der hat bei der Auswahl der Modelle die Qual der Wahl.

Die richtige Zahnpasta und Zahnputztechnik sollte aber in jedem Fall stattfinden, um so unnötige Zahnarztbesuche zu verhindern und für ein strahlendes Lächeln zu sorgen.